Save the Date – Fortbildung und Diskussion:

Freitag 20. September 2019; 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Aus der Not geboren: Hilfe für psychisch kranke Menschen ohne Zugang zu medizinischer Versorgung – was daraus lernen?

Veranstaltungssaal der Verhaltenstherapie Falkenried
Jarrestraße 27 / Ecke Jean-Paul-Weg (Höhe »Teigfabrik«')
22303 Hamburg

Als ärztliche Fortbildungsmaßnahme anerkannt und mit fünf Fortbildungspunkten bewertet.

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Traumatisierte Menschen in Afghanistan, von Ebola betroffene Dorfgemeinschaften in Sierra Leone und obdachlose Suchtkranke in Kanada haben eines gemeinsam: Sie erhalten keine suffiziente therapeutische Hilfe. In Afghanistan war eine Gesundheitsversorgung für traumatisierte Menschen nicht vorgesehen. In Sierra Leone helfen Methoden aus der Psychotherapie im Umgang mit Ebola-Epidemien. In Kanada finden obdachlose Opiatabhängige gar nicht erst den Weg in die professionelle Behandlung.

Aus Not und Mangel erwachsen Kreativität und Erfindungsgeist. Sie hören in unserer Veranstaltung nicht nur drei
beeindruckende Geschichten, die berühren, inspirieren und überraschen. Wir stellen Ihnen obendrein drei innovative psychotherapeutische Methoden vor, die aus Notlagen geboren, erfolgreich und effizient angewendet wurden. Es sind Beispiele dafür, wie mit minimalem Ressourceneinsatz maximaler Nutzen für Hilfsbedürftige erzielt werden kann.

Bei uns in Deutschland ist das Versorgungssystem bestens ausgestattet, in der Psychotherapie nehmen wir weltweit eine Spitzenposition ein. Und dennoch scheint es nicht auszureichen: Lange Wartezeiten auf eine Behandlung, steigende Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit durch psychische Erkrankungen und zunehmende Krankenhausbehandlungen weisen auf Defizite hin. Viele fordern deswegen, die Behandlungskapazitäten auszuweiten. Wir meinen: Der bloße Ausbau von Therapieplätzen wird dem Problem nicht gerecht.

Mit unserer Veranstaltung wollen wir eine Diskussion anstoßen: Ist es vorstellbar, alternative Methoden aus Krisenregionen in unser Versorgungssystem zu übertragen? Sind möglicherweise gerade diese Methoden das „Missing Link“ in unserer elaborierten Behandlungskette? Oder sind sie bei uns nicht anwendbar, weil die Ausgangslage grundverschieden ist? Wir freuen uns auf eine lebhafte und kontrovers Debatte mit Ihnen!

Programm

14:00 Uhr – 14:15 Uhr | Begrüßung |
Prof. Dr. med. Helmut Peter

14:15 Uhr – 14:45 Uhr | Einstiegspanel |
Psychotherapeutische Versorgung im internationalen Vergleich mit einem Fokus auf Schwellenländer.
Inge Missmahl, Prof. Dr. med. Michael Krausz, Prof. Dr. med. Helmut Peter.

14:45 Uhr – 15:30 Uhr | Vortrag | 
Value Based Counseling (VBC) als Kurzzeitintervention bei psychischen Erkrankungen vor einer Psychotherapie? Oder sogar als Alternative?

Referentin: Inge Missmahl, Psychoanalytikerin, Gründerin und Geschäftsführerin der International Psychosocial Organisation (Ipso).

15:30 Uhr – 16:15 Uhr | Vortrag |
Virtuelle Angebote in der Arbeit mit „vulnerablen urbans“.

Referent: Michael Krausz MD, PhD, FRCPC, Institut für psychische Gesundheit der medizinischen Fakultät der  University of British Columbia (UBC) und Lehrstuhl für Suchtforschung des Leading Edge Endowment Fund (LEEF) der UBC; Leiter des Bell Youth Mental Health IMPACT-Projekts.

16:15 Uhr – 17:05 Uhr | Vortrag |
Prosocial und ACT – Wirksame Hilfe, wenn die medizinische und psychosoziale Infrastruktur fehlt.

Referentin: Dipl.-Psych. Beate Ebert, Psychologische Psychotherapeutin; ACT-Trainerin, Mitbegründerin von commit and act e.V.

17:05 Uhr – 18:00 Uhr | Diskussionspanel |
Können wir aus alternativen Methoden für unser Gesundheitssystem Nutzen ziehen?

Moderation: Prof. Dr. Fritz Hohagen (Uni-Klinik Lübeck), Teilnehmer: Frank Liedtke (Barmer), Dr. med. Bernhard van Treeck (MDK Nord), Inge Missmahl, Beate Ebert,  Prof. Dr. med. Michael Krausz.

Ab 18:00 Uhr | Meet and Eat |
Gedankenaustausch in entspannter Atmosphäre.

Mit fünf Fortbildungspunkten bewertet.

"Meet and Eat" und Getränke

Teilnahme kostenfrei

Anmeldung Fortbildung

Wir freuen uns, dass sie an unserer Veranstaltung »Aus der Not geboren: Hilfe für psychisch kranke Menschen ohne Zugang zu medizinischer Versorgung – was daraus lernen?« am Freitag, 20. September 2019; von 14:00 Uhr – 18:00 Uhr Interesse haben.

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So kommen Sie zu uns:

Veranstaltungssaal der Verhaltenstherapie Falkenried
Jarrestraße 27 / Ecke Jean-Paul-Weg (Höhe »Teigfabrik«)
22303 Hamburg

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